Ernährung

Zurück zu den Ursprüngen (1) – der Auftakt

Was ist gesunde Ernährung? Welchen Teil kann ich selbst dazu beitragen, meinem Körper etwas Gutes zu tun und um ihn vor schädlichen Stoffen fernzuhalten? Wie groß ist mein Einfluss auf die eigene Gesundheit? Wie schaffe ich es, möglichst vital zu bleiben, auch wenn die Zeiger der Lebensuhr sich immer weiter nach Vorne bewegen?

All diese Fragen beschäftigen mich schon seit einer Weile und führten mich unweigerlich zu dem Thema, welche Lebensmittel eine positive Wirkung auf den Körper haben und welche Ernährung unserer genetischen Ausstattung am Nächsten kommt. Hierbei stieß ich in einigen Büchern auf die Paleo-Ernährung, dessen Attraktivität nicht nur darin besteht, dass sie größtenteils aus frisch zubereiteten Speisen besteht, sondern sie ist zudem auch ökologisch sinnvoll, da saisonale Produkte den Vorzug erhalten, und nicht zuletzt soll sie mit dem menschlichen Stoffwechsel in Einklang sein, bei Autoimmunerkrankungen helfen und dergleichen mehr. Ich werde mich in den kommenden Wochen, Monaten oder vielleicht auch für immer an ein paar Ernährungsexperimente heranwagen und beobachten, wie sich das auf mich und meinen Körper auswirken wird. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich auf diesem Weg begleitet oder auch an euren eigenen Erfahrungen teilhaben lasst.

Meine Umstellung werde ich Schritt für Schritt durchführen und immer mehr unnötige Dinge von meinem Speiseplan streichen. Der Auftakt meiner neuen Ernährung liegt in dem Streichen von raffiniertem Zucker und glutenhaltigem Getreide.

Doch was bedeutet das nun explizit für meine erste Woche? Die kürzeste Antwort hierauf wäre wohl zu sagen: Alles frisch zubereiten! Doch diese knappe Zusammenfassung wäre zu ungenau und würde letztendlich auch den Sinn diese Blogs zersprengen. Denn so einfach und simpel das auch klingt, so kompliziert kann es in unserer hochindustrialisierten Welt doch werden. In absoluter Konsequenz schließt es den Großteil der Nahrungsmittel aus, die man in einem normalen Supermarkt bekommt. Die einzige Anlaufstelle bliebe hier wohl die Gemüseabteilung, jeder weitere Gang durch die Abteilungen und das Lesen der Zutatenliste lässt einen mit leerem Korb weiter streifen, die große Frage zurücklassend: Was soll ich denn heute bloß kochen? Kann ich überhaupt noch etwas essen?

Die Antwort lautet klar und deutlich: Ja!

Da ich selbst schon seit geraumer Zeit mein Essen im Bioladen einkaufe und zudem noch an einem solidarischen Landwirtschaftsprojekt beteiligt bin, hatte ich den Vorteil, von Beginn an bereits einige wichtige Voraussetzungen mitzubringen: wöchentlich frisches Gemüse aus „eigenem Garten“ und biologische Produkte. Dennoch stand auch mir vor Beginn der 1. Woche einer kleiner Großeinkauf bevor, um mich mit den wesentlichen Grundnahrungsmitteln neu einzudecken, wie z.B. allerlei Sorten von Nüssen, Kokosmilch, Linsennudeln, Fisch und Putenfleisch, glutenfreies Müsli, Mandelmilch, Wildreis, Kokosöl, Erbsen, Lein- und Hanfsamen, Linsen, Quinoa, Amaranth und natürlich viele unterschiedliche Gemüsesorten und Früchte. Bei dem Blick in den Einkaufskorb konnte ich den ersten Tag meines Versuchs gar nicht mehr abwarten.

Das Abenteuer beginnt…

Am Montag war es dann endlich soweit, der erste Teil meines Experimentes sollte beginnen. Hierbei muss ich noch erwähnen, dass ich auch größtenteils auf Milchprodukte verzichten möchte und momentan in dieser Hinsicht nur die aus Rohmilch hergestellten Produkte (Milch, Frischkäse, Quark und Joghurt) zu mir nehmen werde, die ich von der Solawi (Solidarische Landwirtschaft) erhalte. Da ich meinen Kaffee morgens nur als Milchkaffee mag und ich daheim lediglich koffeinfreien Kaffee vorrätig habe, hieß es in den ersten Tagen also auch zusätzlich Koffeinentzug.

Die Umstellung fiel im Allgemeinen leichter als gedacht. Das Frühstück am Morgen bestand entweder aus Obst, Müsli, Smoothie oder Amaranth-Crackern, alles Dinge, die ich auch sonst gerne esse. Mittags gab es immer reichlich Gemüse und dazu Fleisch oder Frischkäse (zum Beispiel in einer Gemüsepfanne untergerührt). Abends dann wahlweise entweder den Rest vom Mittagessen oder etwas Müsli.

Rein aus Interesse habe ich in der ersten Woche auch einmal die Kalorien gezählt, um einen Eindruck zu bekommen, in welchem Rahmen sich die Werte bewegen; diese lagen durchschnittlich bei 1100 bis 1500 kcal.

Hunger habe ich in der ganzen ersten Woche keinen gehabt. Die ersten drei Tage waren allerdings von Kopfschmerzen geprägt, was möglicherweise auch auf den Kaffeeentzug zurückgeführt werden kann. Mittwoch Nachmittag waren diese allerdings verschwunden und sind seitdem auch nicht wiedergekommen. Ansonsten habe ich noch keine große Veränderung bemerkt, außer, dass mir seitdem total warm ist. Normalerweise friere ich schon, wenn die Temperatur in meiner Wohnung 21°C oder kälter ist. In der letzten Woche waren es im Durchschnitt nur 19,5°C und mir ist angenehm warm. Als ich vor Kurzem eine Bekannte besuchte und es in ihrer Wohnung 23 °C waren, kam ich mir tatsächlich vor, als hätte ich einen Saunagang gestartet. Ich bin schon sehr darauf gespannt, wie sich diese Art der Ernährung weiterhin auf mich auswirken wird.

Zukünftig möchte ich neben diesem Tagebuch ein paar Rezepte auf dem Blog veröffentlichen, die ich gerne koche und weiterempfehlen kann. Außerdem halte ich euch über die weitere Entwicklung dieser Art der Ernährung auf dem Laufenden und werde immer mal wieder ein paar Änderungen und Erweiterungen einbauen, die ich dann hier im Detail erläutere.

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