Ernährung

Zimt – Das Zaubergewürz, nicht nur in der Winterzeit

Was ist das Besondere an Zimt? Welche Wirkungen hat er auf unseren Körper, insbesondere unsere Gesundheit? Wie kann ich Zimt in meinen Ernährungsalltag integrieren? Welche Mengen an Zimt sollte man trotz seiner positiven Wirkung nicht überschreiten?

Gewonnen wird Zimt vom sogenannten Zimtbaum, dessen Rinde sich beim Trocknen zu der typischen Form der Zimtstangen aufrollt. Neben diesen Stangen ist Zimt im Handel noch in Pulverform oder als ätherisches Öl verfügbar. Dies macht ihn auf vielfältige Weise einsetzbar: zum Backen, zum Würzen oder als angenehmer Duft, der den Raum mit seiner unvergleichlichen Note füllt. Die wohl bekannteste, wie auch in westlichen Ländern am weitesten verbreitete Verwendung von Zimt, findet in der Winter- oder noch genauer der Weihnachtszeit statt, da er uns hervorragend in Keksen, Glühwein, Bratäpfeln oder auch Duftlampen zu einer angenehmen Stimmung verhilft. Doch auch zu anderen Jahreszeiten ist Zimt ein wunderbarer Begleiter mit sehr vielfältigen, heilenden Wirkungen.

Zimt wird in Verbindung gebracht mit einer entzündungshemmenden, antiviralen, krebsabwehrenden und antimikrobiellen Wirkung. Zudem fördert er die Durchblutung, stabilisiert den Blutdruck, entstaut die Beine und fördert den Abbau von Giften, wie z.B. von Mückenstichen (was auch im Sommer sehr angenehm sein kann), beruhigt das Nervensystem, hilft bei Erkrankungen der Bronchien und wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel und die Cholesterinwerte aus. Da die aktiven Inhaltsstoffe von Zimt nicht zerstört werden, wenn man ihn erhitzt, bietet er sich auch sehr gut für warme Gerichte oder Gebäck an. Aber auch in Form von ätherischen Ölen oder in Duftlampen kann Zimt gegen Bakterien, Parasiten, Viren und Pilze wirken sowie hilfreich bei Depressionen und Erschöpfung sein. Ich habe sogar davon gehört, dass einige mit Zimt räuchern, allerdings habe ich selbst in dieser Richtung noch keine Erfahrungen gemacht. Das Räuchern allgemein ist ein Thema, dem ich mich ein anderes Mal widmen möchte, nachdem ich ein paar Selbstversuche in dieser Richtung unternommen habe.

Neben all diesen positiven Eigenschaften gilt jedoch auch beim Zimt, dass mehr nicht immer mehr und besser sein muss. So sollte man pro Tag die Menge von 6 Gramm (circa 2 ½ Teelöffel) Zimt nicht überschreiten, da Zimt viel Kumarin enthält, was als Blutverdünner dient, aber in zu großen Mengen auch die Leber schädigen kann. Schwangere sollten von Zimt sogar vollständig und in allen Darreichungsformen Abstand nehmen, da er frühzeitige Wehen auslösen kann. Ebenso sollten Bluthochdruckpatienten den Konsum von Zimt nicht übertreiben, da er den Blutdruck leicht steigern kann.

Ich persönlich liebe Zimt in allen Variationen und finde in meinem Alltag immer einen Weg, ihn in meine Nahrung zu integrieren. Wie bereits erwähnt, besteht bei mir eine Fructoseintoleranz und dementsprechend muss ich bei Obst immer sehr vorsichtig sein. Gerade Äpfel sind in dieser Hinsicht sehr schwierig und für mich nur schwer verträglich. Interessanterweise vertrage ich diese in Verbindung mit Zimt ausgesprochen gut. Schneide ich zum Beispiel einen Apfel in dünne Scheiben und bestreue diese mit Zimt, ist es im Vergleich zur Rohversion sehr bekömmlich. Außerdem ist es der absolute Genuss, den ich jedem nur empfehlen kann. Zu Zeiten, als ich noch Brot gegessen habe, fand ich es auch unglaublich lecker, eine Scheibe mit Honig zu bestreichen und darüber Zimt zu streuen.

Heute esse ich Zimt häufig zum Frühstück, welches bei mir typischerweise folgendermaßen aussieht:

2 EL Quark
2 EL Joghurt
1 TL Leinsamen
wahlweise ½ Banane oder ½ Apfel
Zimt als Gewürz

All das liegt mir leicht im Magen, macht satt und hält mich bis zum Mittag fit.

Gerade zu Äpfeln und Bananen passt Zimt ganz wunderbar. Wenn ich mal anderes Obst der Saison verwende, greife ich auch auf andere Gewürze zurück, die entsprechend besser passen. Letztendlich ist dies eine Frage des eigenen Geschmacks. Aber es lohnt sich wirklich, selber einmal rumzuprobieren. Unser Gewürzschrank bietet häufig mehr Vielfalt und Möglichkeiten, als wir vermuten.

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