Ernährung

So kommst du mit Ingwer gesund durch den Winter

Welche besonderen Eigenschaften hat Ingwer? In welchen Darreichungsformen kann ich ihn zu mir nehmen? Welche Krankheiten können damit positiv beeinflusst werden? Welche gar völlig geheilt bzw. vermieden werden? Und zu welcher Pflanzengruppe gehört der Ingwer überhaupt?

Ingwer – wo kommt er her

Ingwer gehört zur Familie der Ingwergewächse, welche in den Bereich der Gewürzlilien einzuordnen sind.Ebenso gehört er zur Gruppe der Bedecktsamer, von denen etliche Arten auch als Heilpflanzen verwendet werden.Botanisch gesehen ist Ingwer eine Staude, dessen Wurzelstock auch an eine Hand mit Fingern erinnert. Dieser Wurzelstock ist auch als Rhizom bekannt.

Ingwer wächst in den Tropen und Subtropen, da die Ingwerpflanze ein tropisches Klima benötigt.Je früher diese Rhizome geerntet werden, desto weicher sind sie. Junger Ingwer wird verwendet für die Herstellung von Tee und Sirup. Je länger die Pflanze in der Erde bleibt, desto schärfer und von der Konsistenz her fasriger wird sie. Diesen Ingwer verkauft man in Pulverform.

Das, was wir gemeinhin als Wurzel (oder Knolle) kaufen, ist allerdings in Wirklichkeit der sich unter der Erde ausbreitende Pflanzenstamm und nicht die eigentliche Wurzel der Pflanze. Frischer Ingwer hält sich im Kühlschrank einige Wochen.

Darreichungsformen

Die Darreichungsformen des Ingwers sind mittlerweile sehr vielfältig. Neben dem frischen Ingwer und dem gemahlenen Pulver findet man noch kandierten Ingwer, eingelegten Ingwer, Ingwerstücke, Ingwerlimonade, -tee, -likör, -essig, -bier oder auch in der Apotheke in Tropfenform, als Öl oder Pastillen sowie in Form von Paste.

Im Grunde sind dem Ganzen hier keine Grenzen gesetzt und je nach Geschmack ist für jeden etwas dabei (außer natürlich, jemand ist generell kein Freund von Ingwer).

Ingwer – der Erkältungskiller

Ich selbst liebe Ingwer vor Allem als Tee in der kalten Jahreszeit. Hierfür schneide ich ein paar Scheiben des frischen Ingwers ab und übergieße sie in einer Tasse mit heißem Wasser. Manchmal füge ich dem Ganzen auch noch den Saft einer frisch ausgepressten halben Zitrone hinzu, was vor Allem während der Erkältungszeit eine doppelte Stärkung für die Abwehrkräfte darstellt.

Da Ingwer doch recht scharf sein kann, ist es natürlich von Person zu Person abhängig, wieviele Ingwerscheiben er hinzufügt. Abmildern kann man den Tee zusätzlich, indem man etwas Honig in dem Wasser auflösen lässt.

Ein anderer Trick, der nichts mit Zauberei zu tun hat, den ich aber immer wieder gerne anwende, wenn um mich herum alle husten, schnupfen, niesen oder auf andere Art ihre Bakterien und Viren an ihre Umgebung abgeben, ist die Einnahme von Ingwertropfen. Sobald ich vielen kranken Menschen ausgesetzt bin oder ich den Anflug einer Erkältung verspüre, nehme ich zweimal täglich 20 Tropen in etwas Wasser ein und entgehe damit in der Regel einer Ansteckung. Auch hier kann man die Schärfe dosieren, indem man entweder mehr oder weniger Wasser für die Mischung verwendet. Die Ingwertropfen sind in Apotheken erhältlich.

Essen mit Ingwer

Aber auch ganz Allgemein lässt sich Ingwer hervorragend in den Kochalltag integrieren. Als Gewürz schmeckt er gut zu Quinoa oder Reis, zu Fleisch- oder Fischgerichten, Marinaden und Saucen lassen sich ebenfalls prima mit Ingwer verfeinern, man kann ihn in Marmeladen und Konfitüren zufügen oder auch klein geschnitten in Backwaren. Vor Allem jetzt in der beginnenden Winterzeit ist er in Brot oder Keksen ein wahrer Genuss.

Welche besonderen Eigenschaften hat Ingwer darüber hinaus?

Ingwer mildert eine Vielzahl an Krankheiten

Einen mildernden Einfluss kann Ingwer auf folgende Krankheiten haben.

Wenn du zu Allergien neigst, kannst du deinem Organismus durch die Einnahme von Ingwer helfen, sich zu entspannen und beruhigen, sodass die Symptome nicht mehr so stark in Erscheinung treten.

Bei Arteriosklerose hilft Ingwer, die Ausscheidung von Cholesterin zu erhöhen und er hemmt die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung.

Im Falle von Asthma kann ein heißer Ingwertee bei einem akuten Anfall beruhigend, entkrampfend, schleimlösend, anti-allergisch und hustendämpfend wirken. Dieselbe Wirkung hat Ingwer selbstverständlich auch bei einer normalen Erkältung bzw. bei einer Bronchitis. Hier kann es zusätzlich förderlich sein, wenn du dir deine Brust mit Ingwertropfen einreibst. Gleiches gilt für Halsschmerzen, wo es zusätzlich noch hilfreich sein kann, wenn man mehrmals täglich mit Ingwerwasser gurgelt.

Auch im Falle einer Magenverstimmung oder Durchfall hilft Ingwertee, den Magen-Darm-Trakt zu beruhigen und hemmt zudem eventuell bestehende Entzündungen bzw. beugt diesen durch den Schutz der Schleimhäute vor. Er durchwärmt den ganzen Verdauungstrakt und steigert die Produktion von Speichel und Verdauungssäften.

Menschen mit Durchblutungsstörungen können mit Hilfe von Ingwer ihren Kreislauf stabilisieren, der Verklumpung von Blutkörperchen entgegen wirken, die Fließeigenschaft ihres Blutes verbessern und das Herz stärken. Durch die Verbesserung der Durchblutung, wird das Herz entlastet und zudem trägt Ingwer auch zu einer Stärkung des Herzmuskels bei.

Bei Harnwegs- und Nierenerkrankungen unterstützt Ingwer den Heilungsprozess durch seine entwässernde Wirkung.

Weitere Krankheiten, bei denen Ingwer einen Beitrag zur Heilung leisten kann sind Herpes Simplex, Ischiasprobleme, Kopfschmerzen, Krämpfe, Leberbeschwerden, Muskelkater, Menstruationsbeschwerden, Ohrenschmerzen, Paradentose, rheumatische Beschwerden und Venenentzündungen.

Die heilende Wirkung von Ingwer

Heilende Wirkung hat Ingwer für die folgenden Beschwerden.

Bei der Neigung zu Blähungen kann Ingwer das Gleichgewicht der Darmflora wiederherstellen. Er regt die Verdauung an und fördert das Wachstum von Milchsäurebakterien.

Wie oben bereits erwähnt, ist Ingwer auch im Falle von Erkältungskrankheiten ein wahres Wundermittel. Denn Ingwer schützt zum einen durch seine durchblutungsfördernde Wirkung bei regelmäßiger Einnahme generell vor Ansteckung, da du damit dein körpereigenes Immunsystem stärkst. Zum Anderen kann es aber auch bei einem bestehenden Infekt dem Körper helfen, diesen besser zu bekämpfen.

Bestehendes Fieber kannst du durch Ingwer senken, da Ingwer entzündungshemmend und fiebersenkend wirkt.

Wenn du zu Schwindel neigst, der auf keine organische Ursache wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Blockaden der Nackenwirbel zurückgeführt werden kann, kannst du zum Beispiel bei Seekrankheit im Voraus Ingwerkapseln einnehmen. Diese wirken beruhigend, entkrampfend und harmonisierend, sodass dem Schwindel auf diese Weise vorgebeugt werden kann.

Auch im Falle von Übelkeit ist Ingwer ein probates Mittel, den gesamten Magen-Darm-Trakt zu stabilisieren und zu beruhigen.

Fazit

Aufgrund all seiner positiven Eigenschaften und dem Einfluss hinsichtlich der Milderung oder gar Heilung von Krankheiten, ist es nicht übertrieben, Ingwer als wahren Tausendsassa zu küren.

Alles in Allem kann ich persönlich jedem empfehlen, sich einmal etwas eingehender mit Ingwer und seiner Wirkung zu beschäftigen. Vielleicht ist ja auch für dich das passende Rezept dabei, welches du liebend gerne in deinen Speiseplan integrierst. Denn ein leckeres Essen schmeckt direkt doppelt gut, wenn es deiner Gesundheit noch einen guten Dienst erweist.

Gerade in der herannahenden Winterzeit tut ein leckerer Ingwertee nicht nur dem Gaumen gut. Darüberhinaus gibt er deinem Körper, was er braucht, um gesund und munter durch die kommende Jahreszeit zu gelangen.

Gesundheit, die schmeckt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere