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Erntedankfest – Eine liebevolle Würdigung unserer Mutter Erde

Warum feiert der Mensch ein Erntedankfest? Wie können wir gegenüber der Erde und den Samen, die uns mit Lebensmitteln versorgen, unsere Wertschätzung ausdrücken? Was ist die beste Zeit für ein Erntedankfest? Und wie ist es eigentlich entstanden?

Die größte Bekanntheit erlangte das Erntedankfest bei uns durch das Christentum. Die Menschen dankten hierbei Gott dafür, dass er sie mit Gaben versorgt und durch die Ernte ernährt hat. Ursprünglich geht diese Zeremonie allerdings viel weiter zurück, denn auch und vor Allem in früheren Zeiten, als die Menschen noch weit enger mit der Natur verbunden waren als heute und ein Großteil der Menschen auf dem Land lebte, waren sie sehr stark abhängig von der Ernte. Ihr Überleben war untrennbar damit verknüpft, wie die Ernte ausfiel und dementsprechend dankbar war man, wenn die Früchte, das Gemüse und das Getreide in voller Kraft erblühten. Gefeiert wird das Erntedankfest im Herbst, nachdem die sommerliche Ernte eingefahren wurde. Von Land zu Land ist dies aufgrund der klimatischen Bedingungen natürlich unterschiedlich, umfasst aber in etwa den Zeitraum September/Oktober.

Zurück zu den Ursprüngen lautet auch bei mir und einer kleinen Gruppe Menschen, mit denen ich mich landwirtschaftlich zusammengeschlossen habe, das Motto dieses Wochenendes. Auf einem Hof, wo wir jedes Jahr die Möglichkeit haben, allerlei Gemüse anzupflanzen, fanden wir uns zusammen, um der Mutter Erde für die ertragreiche Ernte zu danken und gemeinsam ein paar schöne Stunden zu verbringen. Bei Kaffee, Tee, leckeren Salaten, interessanten Variationen wie Zucchini-Schokoladenkuchen und Milch direkt aus der Kuh, haben wir einen wundervollen Tag gemeinsam verbracht. Spielende Kinder im Hof, strahlender Sonnenschein am Himmel, fröhliche Gesichter, ein wohliges Lagerfeuer, nette und erfrischende Gespräche und ein wunderschöner Erntekranz ließen diesen Tag im Nu vorbeifliegen.

Um uns für die vielen tollen Lebensmittel zu bedanken, die uns das Feld in diesem Jahr schon geschenkt hat, sangen wir gemeinsam ein paar Lieder zu Ehren der Natur, die uns umgibt und versorgt. Argwöhnisch betrachtet wurden wir von den Kühen und Hühnern, die sich wohl dachten „Nun werden sie verrückt, diese Menschen!“. Aber auch ihnen gilt unser Dank, denn durch sie erhalten wir Milch, Käse und Eier von biologischer Qualität und ohne dem Zusatz von krankmachenden Substanzen, wie es im Supermarkt häufig der Fall ist. Ganz abgesehen von der Qualität ist es aber auch geschmacklich immer wieder eine Gaumenfreude, diese natürlichen Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Ein Besuch auf unserem Feld durfte natürlich auch nicht fehlen und bei dem Anblick von den Gemüsesorten, die derzeit dort wachsen und auf einen abwechslungsreichen Herbst hoffen lassen, lief uns schon das Wasser im Mund zusammen. Grünkohl, Kürbis, Rosenkohl, Sellerie, rote Beete, Möhren, Kohlrabi und sogar noch ein paar letzte Salate für dieses Jahr, ließen uns bereits in Träumen schwelgen und animierten uns, ein paar tolle Rezepte auszutauschen.

Ein Erntedankfest muss aber nicht zwangsläufig immer im großen Rahmen stattfinden, auch alleine kann ein jeder Mensch der Natur für das danken, womit sie uns Tag für Tag beschenkt. Ein Gang hinaus in die Natur, ein Spaziergang im Wald, eine gemütliche Bank an einem schönen Platz am Meer, das alles bietet uns die Möglichkeit, wieder mehr in einen Einklang mit der Natur zu kommen. Die Natur schließt keinen Menschen aus, der sich ihr öffnen möchte.

Abgesehen von dieser wunderschönen Feier am Wochenende, verlief meine letzte Woche essenstechnisch sehr ruhig und unspektakulär. Die einzige zusätzliche Erkenntnis war, dass ich immer noch nicht sonderlich gut Tomaten vertrage. Da ich unheimlich gerne Tomaten esse, davon aber immer Bauchschmerzen bekomme, erhielt ich von einer Freundin den Tipp, dass ich es mal mit den größeren Fleischtomaten ausprobieren solle. Diese verträgt sie nämlich, trotz ähnlicher Probleme, immer sehr gut. Also habe ich nochmal den Versuch gewagt und mir eines Mittags einen leckeren Tomatensalat zubereitet. Leider war aber auch hier der Effekt derselbe, wie mit den herkömmlichen Tomaten. Folglich werde ich wohl zukünftig auf Derartiges verzichten. Da ich Tomaten generell aber sehr gerne esse, bin ich zumindest froh, dass ich sie in kleinen Mengen und kombiniert mit anderem Gemüse recht gut vertrage.

Alles in Allem war es eine sehr schöne Woche mit einem umso schöneren Abschluss. Mein Gemüsekorb und der Kühlschrank sind voller leckerer Sachen und so blicke ich auch genauso hoffnungsvoll in die nun kommende Woche, in der ich mal ein paar neue Rezepte ausprobieren möchte, die ich am Wochenende so „gesammelt“ habe.

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